Viele unserer (potentiellen) Kunden, wissen nicht, was für ein Gerät sie kaufen sollen.
Aus unserer langjährigen Erfahrung als dipl. Rettungssanitäter draussen am Ort des Geschehens, aber auch aus unserer Erfahrung in der Beratung und dem Verkauf von Defibrillatoren, lässt sich sagen, dass in geschätzten 95% der Fälle alle Leute schlussendlich das gleiche Gerät kaufen. Dieses Gerät ist in der Schweiz und auch weltweit allgemein sehr verbreitet. Es ist in unseren Augen tatsächlich für die meisten Fälle auch das Gerät mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis.
3. Punkte, die Sie für den Kauf eines Defis wissen sollten
Punkt 1:
Oftmals ist es für Kaufinteressenten eines Defis gut zu wissen, dass es aktuell bei den meisten Herstellern zwei Generationen von Defibrillatoren gibt. Die neueste Gerätegeneration und diese davor. Die Unterschiede liegen jedoch oft nicht an entscheidenden Punkten. Ausser beim Preis: Die neuere Gerätegeneration ist oft mehrere hundert Franken teurer.
Die neueren Geräte haben häufig ein (grösseres) Farbdisplay und eine WLAN-Schnittstelle, z.B. für eine Fernüberwachung.
Die ältere Gerätegeneration ist häufig einfacher gebaut, hat z.B. noch ein schwarz-weiss Display und natürlich auch keine WLAN-Schnittstelle.
Die beiden Gerätegenerationen sind vergleichbar mit einem durchschnittlichen Auto mit Jahrgang 2002 und einem Auto neuster Generation. Rein auf den Zweck eines Fahrzeugs bezogen (von A nach B zu gelangen), hat das Auto dazumal seinen Zweck genau so gut erfüllt und war nicht weniger zuverlässig als ein heutiges Fahrzeug.
Punkt 2:
Hier geht es um das Thema Kindermodus. Grundsätzlich hat dieser Punkt an sehr vielen Orten, an denen Defis hinkommen, eine bescheidene Relevanz. So zum Beispiel in Firmen, in denen sich selten Kinder unter 8 aufhalten.
Wichtig ist in diesem Thema auch folgendes zu wissen: Die internationalen Reanimationsrichtlinien lassen im Falle einer Kinderreanimation den Einsatz von “normalen” Defis, also solchen, die keinen Kindermodus haben, auch zu, wenn kein Gerät mit einem Kindermodus verfügbar ist.
Der Kindermodus reduziert ja die abgegebene Stromstärke. Die internationalen Reanimationsguidlines sagen also, dass im Notfall lieber etwas zu viel Strom an ein Kinderherz abgegeben werden soll, als gar kein Strom.
Man muss aber auch berücksichtigen, dass Kinderreanimationen wirklich selten sind. In den meisten Fällen sind Kinder, die reanimationspflichtig werden, medizinisch vorbelastet und die Eltern und Betreuungspersonen wissen um die erhöhte Gefährdung des Kindes.
Ansonsten ist es so, dass, wenn ein Kind reanimationspflichtig wird, das selten eine kardiale Ursache hat wie bei Erwachsenen (also auf das Herz zurückführend), sondern Kinder häufiger ersticken (Verschlucken oder Atemwegserkrankungen) oder einen schweren Unfall erleiden. In diesen Fällen sind die Kinder zwar reanimationspflichtig, es kann aber mit dem Defi kein Schock abgegeben werden (weitere Informationen dazu gibt es auf dieser Seite beim Thema der Funktionsweise eines Defibrillators).
Es ist klar: Eine Kinderarztpraxis benötigt einen Defi mit einem Kindermodus. Bei fast allen anderen Institutionen (auch Schulen) muss das im Einzelfall abgewogen werden.
Zusammengefasst heisst das, dass ein Kindermodus im Kaufentscheid in sehr vielen Fällen vernachlässigt werden kann.
Punkt 3:
Dieser Punkt betrifft die Fernwartung bei Geräten mit WLAN-Schnittstelle. Wir haben kaum Kunden, die das brauchen und wir empfehlen es eigentlich auch nicht. Je nach Hersteller sind die Softwares kostenpflichtig und das Gerät braucht WLAN. Zudem gibt es so wenig zu tun, einen Defi zu kontrollieren. Es ist wirklich nur einen Blick pro Monat, wenn man sowieso daran vorbeigeht, ob die Betriebsanzeige noch auf grün ist und die Elektroden nicht abgelaufen sind. So hat die verantwortliche Person auch ein bisschen einen Bezug zum Gerät und ist im Ernstfall vertraut damit.
Welches Gerät wird in 95% der Fälle bei uns gekauft?
Das ist der ZOLL AED Plus. Sehen Sie sich seine detaillierten Vor- und Nachteile weiter unten auf der Seite an. Kurz: Das Gerät ist old, but gold. Das Gerät eignet sich für alle, die ein hochqualitatives, sehr zuverlässiges Gerät mit einem top Preis-Leistungsverhältnis möchten, aber nicht ein Gerät neuester Generation benötigen.
Unser am zweithäufigsten verkauftes Gerät
Das ist der ZOLL AED 3. Alle detaillierten Infos zu diesem Gerät finden Sie weiter unten auf der Seite. Wer ein Gerät neuester Generation mit Kindermodus, grossem Farbbildschirm, schnellsten Schockladezeiten und WLAN-Schnittstelle samt den Vorzügen von den bekannten und weit verbreiteten ZOLL-Geräten möchte, ist bei diesem Gerät richtig.
Wem ein Kindermodus wichtig ist, aber nicht das Geld für einen ZOLL AED 3 investieren möchte, der sollte sich den Mindray C1A anschauen.
Für Privatpersonen, die das Gerät mit sich herumtragen macht ein möglichst kleines und leichtes Gerät Sinn. Da ist sicher der Heartsine Samaritan 350P interessant.